20.7. Fahrt nach Goa

Standard

Jetzt sitze ich insgesamt 12h (daraus wurden übrigens 17h!) im Nachtbus nach Margao (Goa). Das Fenster ist sperrangelweit offen; der Fahrtwind kühlt meinen durchgeschwitzten Körper. Wenn der Bus nicht gerade anhält, denn das tut er ziemlich oft. Raus aus Mumbai, der wohl chaotischsten Stadt der Welt. Ohne Verkehrsregeln, dafür mit 24-Stunden-Hupkonzert und das jeden Tag. 20mio. Einwohner PLUS die illegalen Einwanderer, von denen es scheinbar noch mehr gibt.

… Es ist vermutlich 0:30 und meine Knie tun weh. Die Sitze sind eng und wenn man dann noch einen rücksichtslosen Inder als Vordermann hat, der den Sitz gnadenlos in die für mich unangenehmste Position knallt…

Im Moment stehen wir an einem „Hotel“, einem Restaurant, um das sich ein paar Kiosks angesiedelt haben. Hier kaufe ich nach dem Tabasco-Prinzip versiegelte Wasserflaschen. Ich habe etwas Angst vor dem Reisedurchfall, aber bisher nur ein leichtes Unwohlsein. Möge es dabei bleiben. Es handelt sich wieder einmal um einen sehr „aromatischen“ Ort – Indien, das Land der Gerüche – hier allerdings ein dezenter Duft nach halb- bis dreiviertelverdautem.

Fazit: Der Sleeper (Bus) neben uns sieht viiieeel gemütlicher aus 😉 tiefer in die Tasche greifen? Ich freu mich auf das Hotel, das Sydelle für mich klargemacht hat. (500 Rs/Nacht)

Falls ich die indischen LKW noch nicht erwähnt habe soll dies hier geschehen: Sie sind toll!!! Sie sind grundsätzlich BUNT. Hinten wird er äußerst farbenfroh mit den Hinweisen „Stop Signal“ und „Horn Please“ bemalt.

0838_v_truck_backside
Viele der LKW sind Wassertransporter, die mit einem riesigen Wassertank auf der Ladefläche ausgerüstet sind.

…Nach dem letzten Überholmanöver bin ich sehr froh, dass ich von meinem Platz aus nicht die Straße sehen kann und die bisherige Fahrt meist die Augen zu hatte. Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit dank Jetlag.

Bis jetzt musste ich einmal ungeplant den Bus wechseln; bei dieser Gelegenheit wurde ich zum ersten mal von zwei Schleppern angequatscht, die ich aber abweisen konnte. Das tolle am Buswechsel: Es ist ein akklimatisierter Sleeper! Bettchen, yay!

17h nach der Abreise aus Mumbai komme ich in Panaji bzw. Panjim an.

Advertisements

Über Niko

For Saurabh: "Once you asked me how my journey to India would affect my life in my western home country...I can tell you now: It changed my thinking subconsciously, my behaviour, my outlook on life and the world as a whole. It changed my personality and strengthened my character. But still I am the same person. But I know: If I lose everything - there is a place in the world that will calm me down and cushion me. It's like having a second home..."

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s