Do, 2.8.12, Manali

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Ich wache um kurz nach 6 vom Regen auf, der auf das Dach trommelt. Mein Zeh ist trocken und sieht besser aus, allerdings entdecke ich, dass ich am Ansatz der rechten Oberschenkelinnenseite eine wunde Stelle habe und beschließe sie mit Sterilium und sicherheitshalber mit Anti-Pilz-Salbe zu behandeln, egal, ob es nur eine durch Aufkratzen oder Reibung entstandene Wunde, oder tatsächlich ein Pilz ist [Die wunde Stelle wird nach kurzer Zeit verschwinden und keine Probleme mehr machen].

Ich habe das Gefühl, dass ich den Großteil Manalis gesehen habe – es ist schön hier, aber auch sehr touristisch. Ich überlege, ob ich erst nach Kullu und dann nach Tosh gehen sollte, meine am Vortag gewaschenen Klamotten sind allerdings noch nicht trocken und einige Stücke hängen noch klatschnass an der Wäscheleine.

DCIM101GOPRO

[…]

Und wieder geht ein langer Tag zu Ende. Nachdem die nette Frau im Orchard Guesthouse meine Wäsche getrocknet hatte, setzte ich mich zu Azar, ein Kashmir-Stämmiger Hotelgast, der allerdings in Goa lebt und hier im Kullu-District Urlaub mit seiner europäischen Frau macht. Er erzählte, dass er als Kind mit ca. 12 Jahren von seinem Lehrer verprügelt wurde, dabei zwei Treppen hinunterpurzelte und dann alleine nach Goa reiste, um dort zu leben – ohne Familie. Er erzählte mir von Kasol, einem Dorf hinter Jari in Pavarti Valley, wo ich ja auch hinwollte. Wir verabredeten uns und wollten uns in zwei Tagen in Kasol zum Wandern treffen.

[…]

Auf der Busreise traf ich Raz (eigentlich „Raj“), einen nepalesischen Trance-DJ, der wegen des zweitägigen Trance-Festivals in Kasol hierher kam. [Wir sollen später gute Freunde werden und uns lange Zeit nicht aus den Augen verlieren.]

Nach einer langen Holperfahrt mit dem Bus erreichten wir Kasol und ich beschloss mit Raz in seiner Stammherberge zu bleiben, die etwas versteckt im oberen Teil des Tals lag. Es ist sehr gemütlich dort – und SEHR günstig. Ein düsteres Zimmer mit Mäusekot, giftgrünen (ungiftigen) Riesenspinnen, winzigem Fenster, durchgeschwitzter Matratze, ABER eigenem kleinen Ofen kostet 100Rupien. [Später werde ich vom Erdgeschoss, was teilweise im Berg liegt in das Obergeschoss mit Veranda ziehen, dort ist es viel schöner. Keine Spinnen, Mäuse, etc. und das Bett ist auch viel besser in Schuss.]

Wir aßen im Dorf und gesellten uns später zu unseren israelischen Zimmernachbarn, die das Stockwerk über uns bewohnten.

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Über Niko

For Saurabh: "Once you asked me how my journey to India would affect my life in my western home country...I can tell you now: It changed my thinking subconsciously, my behaviour, my outlook on life and the world as a whole. It changed my personality and strengthened my character. But still I am the same person. But I know: If I lose everything - there is a place in the world that will calm me down and cushion me. It's like having a second home..."

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