Sa, 11.8.12, Manali: Nikos indischer Drunter-Und-Drüber-Geburtstag.

Standard

Gestern kamen Saurabh und ich sehr spät in Manali an, da wir in jedem Dorf, dass wir passierten (Kasol, Jari, Bunthar, Kullu) nach Motorrädern fragten, diese aber entweder „not available“ oder zu teuer waren. Zudem mussten wir Ewigkeiten auf den Bus warten.

In Manali planten wir, was und wie wir den Kommenden Tag, meinen Geburtstag, verbringen wollten, was ziemlich stressig war… Die optionen waren Rohtang La und oder Tosh. Für was wir uns entschieden weiß ich nciht mehr, aber auch egal. Am Tag darauf, meinem Geburtstag, Frühstückten wir im Dylan’s, nachdem wir Azar wiedergetroffen hatten [In Kasol haben wir uns nicht gesehen. Manche Inder sind leider verhältnismäßig unzuverlässig 😉 ], der uns evtl nach Rohtang La und dann nach Kasol begleiten wollte, was aber nicht klappte, weil wir einfach zu schlecht in der Zeit lagen.

11 Uhr.

Nach langer Suche fanden wir 2 Motorräder für 800 Rupien. Saurabh nahm sein Traummotorrad, die Bajaj Avenger, ein Chopper. Ich nahm mit einer Bjaja Pulsar vorlieb, da ich immense Probleme mit der Royal Enfield Bullet (350ccm) hatte – ich konnte sie einfach nicht anlassen (der Kickstarter unterscheidet sich in seiner Funktionsweise etwas von den Gängigen). Der Vermieter gab mir also die Pulsar. Wir kamen erst um 16 Uhr los, da es um 13 Uhr „nur eine Stunde“ dauerte, um die Motorräder fertig zu machen… 

In der Zwischenzeit gingen wir „in die Stadt“ und kauften Kullu-Caps [Traditionelle Trachtenhüte, mit denen man mich heute noch manchmal rumlaufen sieht], Kullu-Shawls [Im Kullu-Tal produzierte, wunderschöne, warme Schals. Toll! Never leave the house without one…] und Betaisodonna, da wir wieder unsere Sachen in Pushpas Haus gelassen hatten [Unser Zimmer bei Pushpa benutzten wir als „Safe“ und Lagerstätte. Für 100Rs ist das eigentlich ein Witz..]… Warum auch immer. [anscheinend war ich total genervt, als ich das geschrieben habe.]
Meine Wanderschuhe hatten sich als zu klein erwiesen und der linke Ringzeh machte Probleme (Nagel eingerissen/-wachsen… daher die Jodsalbe).

Auf nach Rohtang La!

Als wir endlich loskamen ging dann zuerst Saurabh und dann mir der Sprit aus, 1Km vor der ERSTEN und nächsten Tankstelle!!! Wir verschwendeten mehr als eine Stunde darauf, uns Sprit zu holen um dann zu bemerken, dass Saurabs Vorderradbremse nicht funktionierte, bzw. ohne Unterbrechung bremste. Wir riefen den Verleiher ein zweites mal (bzw. viele Male) an und fuhren ihm entgegen, da es sowieso nur bergab ging.

Hier, auf der Serpentinenstrecke hatte ich dann meinen ersten [und bisher letzten] Motorrad-Unfall.

Ich fuhr eine Haarnadelkurve und betätigte dummerweise die Vorderradbremse, ein typischer und sehr dummer Anfänger-Fehler. Dadurch rutschte das Bike zurseite weg und ich fiel. Ich tat mir nichts, außer einer Schramme am Knöchel, einem stumpfen Schmerz an der Hüfte (da ich genau auf die gleiche Stelle gefallen bin, wie vor einer Woche bei einer Wanderung mit Raz) und einer schmerzenden rechten Handfläche. Die Motorradverleiher trafen ca. 20min (nach weiteren Anrufen) ein, bemerkten neue Kratzer und das verbogene Bremspedal…

Wir fuhren weiter und Saurabh musste sich im nächsten Dorf Zigaretten kaufen… Ich fuhr vor und hielt nach ca. 20-30 min an und telefonierte mit ihm, der in dem Dorf die falsche Abzweigung genommen und sich verfahren hatte und deshalb äußerst schlecht gelaunt war. Es war schon halb 7 und ich (bzw. wir) beschloss weiterzufahren, in einem Guesthouse zu übernachten und die Motorräder am Tag darauf (anstelle von heute) zurückzugeben.

Nachdem Saurabh mich eingeholt hatte, fuhren wir in die eiskalte Nacht. Die Straße wurde immer enger, wahnsinnig gefährlich und schlängelte sich weiter die Berge hinauf.

[…]

Später kamen wir endlich in einer Art Ansammlung von Hütten um einen Tempel an, wo wir uns für unverschämte 800Rs einen Verschlag mieteten. Saurabh war ziemlich mies drauf, weil die ganze Tagesplanung dahin war.

Ich nicht. Ich glaube, ich habe durch Indien, das Kennen zweier völlig verschiedener Kulturkreise (Europ., Ind.) gelernt, mit gewissen Dingen besser umzugehen, wie z.B. eine solche Situation, die Saurabh seine Laune vermieste. Ich versuchte ihm das zu erklären und ihn aufzumuntern, was teilweise klappte 🙂

 

Advertisements

Über Niko

For Saurabh: "Once you asked me how my journey to India would affect my life in my western home country...I can tell you now: It changed my thinking subconsciously, my behaviour, my outlook on life and the world as a whole. It changed my personality and strengthened my character. But still I am the same person. But I know: If I lose everything - there is a place in the world that will calm me down and cushion me. It's like having a second home..."

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s