So, 26.8.12

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Der Sonntag zog sich. Saurabh hatte versprochen um 10 Uhr morgens von seinem Meeting zurück zu sein, tauchte aber erst gegen halb 7 abends auf. In der Zwischenzeit brachte ich mit Mohit das 14Kg schwere Paket zur Post, was mich 2500 Rs kostete. Wir hatten uns zuerst verrechnet und dachten, ich würde mehr als 10.000 Rs zahlen müssen. Leider vergaß ich die Stofflampen zu kaufen, die ich mit nach Deutschland bringen wollte, doch Saurab versprach mir diese nachzusenden. Im Anschluss an das Packetverschicken begleitete ich Mohit zu seinem ersten Date mit seiner Freundin, was eine hochinteressante Erfahrung war. Die zwei sind fast Nachbarn (Blickkontakt von Balkon zu Balkon) und sind jetzt seit 2 Monaten „zusammen“. In getrennten Fahrradrikshas fuhren wir zur Shopping Mall: Mohit und ich in der Einen, Seine Freundin und ihre Schwester in der Anderen. Angekommen wurden wenige Blicke ausgetauscht und in den ersten 15 minuten kamen sich beide nciht näher als 5m. Nachdem wir im obersten Stockwerk über die Rolltreppen angekommen waren, stellte Mohit mich den zwei äußerst jung wirkenden Damen vor, ich vermute, dass ich mit dem Händedruck den Damen näher gekommen bin als Mohit je zuvor. Händeschütteln ist in Indien sowieso eine etwas andere Sache. Inder „reichen“ bzw. „geben“ sich im wortwörtlichen Sinne die Hand – während in Deutschland die Hand eher kräftig gedrückt wird, bleibt die indische Hand entspannt wie ein nasser Waschlappen. Ich muss hier an Chappus Freunde denken… Zurück zum Thema. Ich ließ die drei im obersten Obergeschoss neben dem Fahrstuhl alleine, um mir ein zweites traditionelles indisches Eis zu gönnen: Diesmal „Nelke“, was aber Rosenwasser als hauptsächliche Geschmacksrichtung hatte und genau wie das Erste [Geschmacksrichtung vergessen] tierisch lecker war.

Mohit erklärte mir, dass seine Freundin aus Delhi stammte. Würden sie zusammen gesehen, könnte das tödliche Konsequenzen für ihn haben, was halb spass, halb ernst gemeint war. Wir gingen zur Konkurrenz von Mc D., wo ich einen „arabian Lamb Burger“ kaufte, der erstaunlich gut war. Das Pärchen saß endlich mal nebeneinander und teilte sich Mohits Freundins Burger, da sie ihn nicht alleine schaffte. Ich verabschiedete mich kurz nach 20 Uhr von Saurabh und seinen Mitbewohnern und kam pünktlich am Bahnhof Nizzamuddin an. Ich war die letzten Tage etwas angespannt, da ich nur einen Wartelistenplatz (Nr. 13) für das Ticket bekommen hatte, was aber am Tag der Abreise bestätigt wurde. Im Zug lernte ich einen netten Herren kennen, der für das Landwirtschaftsministerium arbeitete.

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Über Niko

For Saurabh: "Once you asked me how my journey to India would affect my life in my western home country...I can tell you now: It changed my thinking subconsciously, my behaviour, my outlook on life and the world as a whole. It changed my personality and strengthened my character. But still I am the same person. But I know: If I lose everything - there is a place in the world that will calm me down and cushion me. It's like having a second home..."

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